Übersicht/GHK-Cu/Studie

Studie · Laufende Studie

Phase-2-Studie, randomisiert, doppelblind, vehikelkontrolliert, Split-Wound-Design: topisches GHK-Cu-Gel (Kupfer(II)-Peptid-Komplex) zur Beschleunigung der Reepithelisierung standardisierter akuter Hautwunden bei gesunden Erwachsenen

A Phase 2, Randomized, Double-Blind, Vehicle-Controlled, Split-Wound Study of Topical GHK-Cu (Copper(II)-Peptide Complex) Gel to Accelerate Re-Epithelialization of Standardized Acute Skin Wounds in Healthy Adults (CuHeal)

Laufende Studie

Läuft noch, keine Ergebnisse

Autoren
Hudson Biotech (Sponsor); Kontakt: Lu SS; Studienzentrum: Peng ZJ, Peking University Shenzhen Hospital
Jahr
2026
Journal
ClinicalTrials.gov
Modell / Stichprobe
n=60 gesunde Erwachsene (18-55 Jahre, BMI 18-30, Nichtraucher) mit je zwei standardisierten 5-mm-Stanzbiopsie-Wunden am nicht-dominanten Oberarm; gepaartes Split-Wound-Design, 1:1-Randomisierung der beiden Wunden je Teilnehmer
Dosis im Versuch
GHK-Cu-Gel 0,1 % w/w, ca. 0,5 g dünner Film topisch einmal täglich für 14 Tage unter standardisiertem nicht haftendem Verband; die zweite Wunde erhält identisch aussehendes Vehikelgel. Nachbeobachtung bis Tag 21, Narbenbeurteilung in Woche 12.
Quelle
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Zusammenfassung

Registriert ist eine laufende Phase-2-Studie (NCT07437586, Akronym CuHeal) des Industriesponsors Hudson Biotech, die prüft, ob ein topisches Gel mit GHK-Cu (Kupfer(II)-Peptid-Komplex, Kupfertripeptid-1) die Heilung kleiner, standardisierter Hautwunden bei gesunden Erwachsenen gegenüber einem identisch aussehenden Vehikelgel beschleunigt. Studienbeginn war der 2. Februar 2026, die Studie rekrutiert derzeit (Stand Statusverifizierung Februar 2026) an einem einzelnen Zentrum, dem Peking University Shenzhen Hospital in China.

Das Design ist ein gepaartes Split-Wound-Modell: Jedem der geplant 60 Teilnehmer werden am Tag 0 unter Lokalanästhesie zwei 5-mm-Stanzbiopsie-Wunden am nicht-dominanten Oberarm gesetzt; eine Wunde wird randomisiert dem GHK-Cu-Gel, die andere dem Vehikel zugeteilt. Beide Produkte werden 14 Tage lang einmal täglich unter gleichartigen Verbänden aufgetragen. Die Verblindung ist vierfach (Teilnehmer, Behandler, Prüfarzt, Endpunkt-Bewerter). Kontrolltermine mit standardisierter digitaler Fotografie erfolgen an den Tagen 3, 7, 10, 14 und 21, eine Narbenbeurteilung in Woche 12. Primärer Endpunkt ist die Zeit bis zur vollständigen Reepithelisierung (100 % Epithelbedeckung ohne Sekretion) innerhalb von 21 Tagen; sekundäre Endpunkte sind prozentuale Wundflächenreduktion (digitale Planimetrie), Anteil abgeheilter Wunden, Infektionsrate, täglich erhobener Wundschmerz (0-10 NRS), lokale Verträglichkeit (Erythem, Brennen, Juckreiz), Narbenqualität nach POSAS und Sicherheit (unerwünschte Ereignisse).

Ergebnisse liegen noch nicht vor. Der primäre Abschluss wird für den 14. Februar 2027, der Studienabschluss für den 17. März 2028 erwartet. Aussagen zur Wirksamkeit von GHK-Cu bei der Wundheilung lassen sich aus diesem Eintrag daher nicht ableiten - es handelt sich ausschließlich um ein Studienprotokoll.

Kernergebnisse

  1. Keine Ergebnisse verfügbar: Die Studie rekrutiert noch, primärer Abschluss erwartet 14.02.2027, Studienabschluss 17.03.2028.
  2. Geplante Stichprobe: 60 gesunde Erwachsene (18-55 Jahre), je zwei 5-mm-Stanzbiopsie-Wunden am Oberarm, intraindividueller Vergleich GHK-Cu vs. Vehikel.
  3. Untersuchte Dosierung: GHK-Cu-Gel 0,1 % w/w, ca. 0,5 g einmal täglich über 14 Tage unter Okklusion mit nicht haftendem Verband.
  4. Primärer Endpunkt: Zeit bis zur vollständigen Reepithelisierung innerhalb von 21 Tagen, verblindet klinisch und fotografisch beurteilt.
  5. Sekundär werden auch Narbenqualität (POSAS, Woche 12), Infektionsrate, Schmerz und lokale Verträglichkeit erfasst - also erstmals kontrolliert die häufig behauptete narbenmodulierende Wirkung.
Limitationen

Es liegen ausschließlich Protokolldaten vor, keinerlei Ergebnisse; der Eintrag belegt lediglich, dass die Studie registriert wurde und läuft. Sponsor ist mit Hudson Biotech ein Industrieunternehmen mit kommerziellem Interesse an GHK-Cu, die Kontaktadressen verweisen auf ein Biotech-Unternehmen in Peking - ein relevanter Interessenkonflikt. Es handelt sich um eine monozentrische Studie mit nur 60 Teilnehmern an einem einzigen Zentrum in China. Das Modell (kleine, saubere, chirurgisch gesetzte Stanzwunden bei gesunden, jungen Nichtrauchern ohne Diabetes oder Wundheilungsstörungen) ist stark standardisiert und daher intern valide, lässt sich aber nicht ohne Weiteres auf chronische Wunden, grossflächige Verletzungen oder Risikopatienten übertragen. Das Präparat ist laut Registereintrag nicht FDA-reguliert; Registereinträge durchlaufen zudem keine wissenschaftliche Begutachtung.

Was heißt das praktisch

Für die Anwendung von GHK-Cu bedeutet dieser Eintrag vor allem, dass die Wundheilungs-Wirkung beim Menschen bislang nicht kontrolliert belegt ist und derzeit erst geprüft wird. Wer GHK-Cu heute topisch einsetzt, tut dies auf Basis präklinischer und mechanistischer Daten; belastbare Humanergebnisse zu Reepithelisierung und Narbenqualität sind frühestens 2027/2028 zu erwarten.