Studie · Humanstudie (RCT)
Efficacy of a Complex of 5-Aminolevulinic Acid and Glycyl-Histidyl-Lysine Peptide on Hair Growth
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Zusammenfassung
Untersucht wurde, ob ein topisch aufgetragener Komplex aus 5-Aminolävulinsäure (5-ALA) und dem Tripeptid Glycyl-Histidyl-Lysin (GHK) das Haarwachstum bei androgenetischer Alopezie des Mannes verbessert. 45 Männer wurden randomisiert und doppelblind einer von drei Gruppen zugeteilt: hochdosiertes Präparat (100 mg/ml), niedrig dosiertes Präparat (50 mg/ml) oder Placebo. Das Spray wurde über sechs Monate einmal täglich abends auf die Kopfhaut aufgetragen. Primärer Endpunkt war die Gesamthaarzahl in einem definierten Kopfhautareal (Kreis mit 1 cm Durchmesser); zusätzlich wurden Haarlänge, Haardicke, Patientenzufriedenheit und unerwünschte Ereignisse erfasst.
Nach sechs Monaten stieg die Haarzahl in beiden Verumgruppen signifikant stärker an als unter Placebo: +52,6 Haare unter 100 mg/ml und +71,5 Haare unter 50 mg/ml (jeweils p<0,05) gegenüber +9,6 Haaren unter Placebo. Auffällig ist, dass die niedrigere Dosis besser abschnitt als die höhere, was gegen eine klare Dosis-Wirkungs-Beziehung spricht. Bei Haarlänge und Haardicke ergaben sich keine statistisch signifikanten Unterschiede zwischen den Gruppen, das heißt der Zuwachs betraf die Anzahl, nicht die Qualität der Haare. Die subjektive Zufriedenheit ("gut" oder "exzellent") lag bei 26,7 % (100 mg/ml), 14,3 % (50 mg/ml) und 7,1 % (Placebo). Unerwünschte Wirkungen wurden nicht berichtet.
Die Autoren folgern, dass ein 5-ALA/GHK-Komplex als ergänzendes Mittel bei androgenetischer Alopezie in Betracht kommen kann. Wichtig für die Einordnung: getestet wurde ein Kombinationspräparat, sodass sich der Effekt nicht dem GHK-Anteil allein zuordnen lässt; ausserdem wurde das freie GHK-Peptid untersucht, nicht der Kupferkomplex GHK-Cu.
Kernergebnisse
Sehr kleine Stichprobe (14-15 Personen pro Arm), nur männliche Teilnehmer, keine Nachbeobachtung über die 6 Monate hinaus und kein aktiver Vergleichsarm (z. B. Minoxidil oder Finasterid). Entscheidend ist die fehlende Zuordenbarkeit: geprüft wurde ein fixer Kombinationskomplex aus 5-ALA und GHK, sodass unklar bleibt, welcher Bestandteil den Effekt trägt - möglicherweise überwiegend die 5-Aminolävulinsäure. Zudem wurde das freie GHK-Tripeptid eingesetzt, nicht GHK-Cu. Die inverse Dosisbeziehung und der geringe Bezugsraum der Messung (1 cm Durchmesser) erhöhen das Risiko eines Zufallsbefunds. Die Arbeit wurde von der Small and Medium Business Administration Gwangju & Jeollanam-do gefördert; eine Interessenkonflikterklärung fehlt, und der Komplex wurde als kommerzielles Produkt (ALAVAX) getestet.
Die Studie liefert nur einen indirekten und schwachen Hinweis für GHK-Cu: Sie untersuchte topisch appliziertes freies GHK in fixer Kombination mit 5-ALA, nicht den Kupferkomplex und nicht GHK allein. Als Beleg für eine haarwuchsfördernde Wirkung von GHK-Cu taugt sie daher kaum, zeigt aber, dass eine topische GHK-haltige Anwendung über 6 Monate gut vertragen wurde.