Studie · Humanstudie (RCT)
Effects of Elamipretide on Left Ventricular Function in Patients With Heart Failure With Reduced Ejection Fraction: The PROGRESS-HF Phase 2 Trial
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Zusammenfassung
Die randomisierte, placebokontrollierte Phase-2-Studie PROGRESS-HF untersuchte, ob Elamipretid (SS-31), ein an Cardiolipin bindendes mitochondriales Peptid, die kardiale Struktur und Funktion bei Patienten mit Herzinsuffizienz und reduzierter Ejektionsfraktion verbessert. 71 Patienten erhielten über 28 Tage täglich Placebo, 4 mg oder 40 mg Elamipretid. Primärer Endpunkt war die Veränderung des linksventrikulären endsystolischen Volumens (LVESV), gemessen mittels kardialer Magnetresonanztomographie; die linksventrikuläre Ejektionsfraktion (LVEF) und weitere Struktur- und Funktionsparameter waren sekundäre Endpunkte.
Das Ergebnis war negativ: Zwischen Placebo und beiden Elamipretid-Dosisgruppen zeigten sich keine signifikanten Unterschiede in der Veränderung von LVESV oder LVEF. Die theoretisch erwartete Verbesserung der myokardialen Energieproduktion übersetzte sich innerhalb des vierwöchigen Behandlungszeitraums nicht in messbare Verbesserungen der Herzfunktion.
Die Substanz wurde über den Studienzeitraum gut vertragen. Die Autoren ordnen das Ergebnis als Hinweis darauf ein, dass eine 28-tägige Behandlung möglicherweise zu kurz ist bzw. dass die untersuchte Patientenpopulation und die gewählten bildgebenden Endpunkte den Effekt nicht abbilden konnten.
Kernergebnisse
Kleine Stichprobe (n=71) und sehr kurze Behandlungsdauer von nur 28 Tagen; strukturelle kardiale Remodeling-Effekte benötigen typischerweise Monate, sodass die Studie hierfür möglicherweise unterpowert und zu kurz war. Nur zwei Dosisstufen wurden geprüft, harte klinische Endpunkte (Mortalität, Hospitalisierung) wurden nicht erfasst. Die Studie wurde vom Hersteller Stealth BioTherapeutics finanziert bzw. unterstützt; mehrere Autoren geben Beratungs- und Honorarbeziehungen zu Herstellern von Herzinsuffizienz-Therapeutika an.
PROGRESS-HF ist eine der wenigen kontrollierten Humanstudien zu SS-31 (Elamipretid) und lieferte für die Herzfunktion ein klares Null-Ergebnis: kurzfristige subkutane Gabe verbesserte messbare Herzparameter nicht. Wer SS-31 in Erwägung zieht, sollte berücksichtigen, dass die klinische Evidenz für funktionelle Verbesserungen bislang schwach ist und positive Effekte bisher vor allem aus präklinischen Modellen stammen.